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Altes Häuschen trifft neues Zuhause

Im April 2019 wurde im Wallfahrtsort St. Bartholomä das letzte postgelbe Telefonhäuschen Deutschlands abgebaut. Der Abschied war jedoch kein endgültiger: Das Freilandmuseum Fladungen ist das erste Freilichtmuseum in Bayern, das mit der Ausstellung eines Fernsprechhäuschens (Typ FeH78) an für viele noch sehr präsente Alltagswelten erinnern wird. Gerade die gelben Kunststoffhäuschen, die zwischen 1978 und Mitte der 1990er Jahre aufgestellt wurden, blieben aufgrund ihrer leuchtenden Farbe im Gedächtnis haften und prägten über Jahrzehnte hinweg die Ortsbilder im ganzen Land mit. In ihrer „aktiven Zeit“ verband die Telefonzelle fast 20 Jahre lang Anrufer vom Markusplatz in Bamberg aus mit Menschen in Nah und Fern. Ab 2000 stand sie im Bundespolizeiaus- und fortbildungszentrum Oerlenbach bei Bad Kissingen und wurde dort zum Nachbau einer Bahnsteigszene für Situationstrainings verwendet. Im Freilandmuseum Fladungen lässt sich der ehemalige Fernsprecher wieder- und ganz neu entdecken und gibt den Besucherinnen und Besuchern seine eigene Geschichte „auf die Ohren“. Und da das Häuschen in Oerlenbach stand, wurden wir kurzerhand gefragt ob wir an diesem Termin die Eröffnung musikalisch umrahmen wollen. Wir möchten aber auch Ihre Geschichten rund um die Telefonzelle erfahren. Anonyme Telefonstreiche, der nächtliche verzweifelte Anruf bei den Eltern, ein perfekter Unterschlupf bei Regen – was ist Ihre ganz persönliche Anekdote? Schreiben Sie sie auf, anonym oder mit Angabe Ihres Namens und Wohnorts und schicken Sie sie uns an info@freilandmuseum-fladungen.de. Die schönsten Geschichten präsentieren wir – ganz analog – dem Publikum am Eröffnungstag der Telefonzelle.

 

 

 

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