Musikalische Früherziehung

Nicht nur Ton macht die Musik


Beim Musikverein legt man Wert auf gute Nachwuchsarbeit. Die Jüngsten über schon mit Flöten in der musikalischen Früherziehung.

Musiklehrer Wolfgang Düringer übt bei der musikalischen Früherziehung erste Melodien auf der Flöte mit von links Carolin, Fabian, Lilly, Amelie, Lukas und Luisa. Foto: Stefan Geiger „Die Zusammenarbeit läuft prima“, sagt der Vorsitzende des Musikvreins Oerlenbach Stefan Hildner über die Kooperationsvereinbarung, die vor vier Jahren mit der Musikschule Hambach geschlossen wurde. Als erste haben auf diesem Weg Adrian Jähnel und Max Morchutt ihre Ausbildung abgeschlossen und wechselten in die Trachtenkapelle. „Wir brauchen junge Kräfte, um die Zukunft unseres Orchesters zu sichern, und hoffen, dass der Nachwuchs dem Musizieren treu bleibt. Wenn bewährte und erfahrene Mitglieder aus Alters-, gesundheitlichen oder beruflichen Gründen ausscheiden müssen, heißt es, die Lücken zu schließen. Deshalb ist Ausbildung für uns das A und O“, fügte Hildner an und ist froh, dass es mit Hambach so gut läuft. Die Details erklärt Jugendwart Marco Braunschweig: „Aktuell nehmen 18 Kinder und Jugendliche an Kursen teil. In der musikalischen Früherziehung machen sechs Kinder mit. Sechs weitere lernen Schlagzeug, die anderen Querflöte bzw. ein Holz- oder Blechinstrument. Wir als Verein stellten die Instrumente kostenlos zur Verfügung und beteiligen uns an den Ausbildungskosten, so dass die Aufwendungen für die Eltern sehr niedrig gehalten werden können. Mit dem Musikerheim im Hannbusch haben wir ein ideales Domizil, um dort in Gruppen üben zu können.“ Großes Lob zollt der Leiter der Musikschule Hambach Wolfgang Düringer dem Musikverein Oerlenbach mit seinen Verantwortlichen: „Wir können unter optimalen äußeren Bedingungen gut arbeiten. Der Verein tut alles, um Kinder und Jugendliche an das wunderbare Hobby Musik heranzuführen.“ Er selbst übernimmt die musikalische Früherziehung und die Ausbildung mit einem Blechblasinstrument.

Geduld und Fachwissen

Mit viel Einfühlungsvermögen, Geduld und Fachwissen führt er die Jüngsten im Alter zwischen vier und sechs Jahren an das Musizieren heran. „Im September haben wir begonnen. Bei uns geht es abwechslungsreich zu. Wir singen und klatschen, hüpfen und tanzen, malen und spielen und sind dabei mit der Flöte erste kleine Stücke mit wenigen Noten zu spielen“, erklärt Düringer. Mit viel Freude stimmen die Mädchen und Buben bei „Ich bin lustig, ich bin froh“ mit ein und geben sich alle Mühe, die Weise „Wind, Wind sause, der Mond ist nicht zu Hause“ mit den Tönen a und h auf der Flöte zu spielen. „Passt auf, dass die Finger die ganze Öffnung abdecken“, ermutigt er, damit die Töne sauber erklingen. Dann kommt als neuer Ton g in „Regenwurm, Regenwurm, dick und krumm, dreh dich nach der Sonne um“ hinzu. „Da müssen wir bereits zwei Finger nehmen. Das schafft ihr“, ermutigt der erfahrene Musiker und ist angetan, dass die Kids das schon ganz gut hinkriegen.

Luca übt fast jeden Tag

Die Zeit vergeht wie im Flug, zumal Düringer für viel Abwechslung sorgt. Den Abschluss der Stunde bilden Wettbewerbe mit Klatschen zu Musik, die plötzlich aufhört und möglichst keiner weiter klatscht, oder zum Omnibus, der langsam startet und immer schneller fährt, währennd Handbewegungen dem Tempo folgen müssen. Einen Schritt weiter ist der achtjährige Luca. Er spielt seit zwei Jahren Flöte und beherrscht Notenwerte, Tonleitern und Tonarten mit ihren Vorzeichen. „Ich übe fast jeden Tag, vor allem Stücke, die mir gefallen“, erzählt er und beweist mit Melodien wie „Der Mond ist aufgegangen“ oder „Im Frühtau zu Berge“, dass er mit Begeisterung bei der Sache ist. Behutsam führt ihn der Musiklehrer weiter, um die Atemtechnik zu verbessern, neue Griffe zu erlernen und Notenwerte genau zu beachten. „Wer bei uns schnuppern möchte bzw. sich für ein Instrument interessiert, ist jederzeit willkommen“, versichern Musiklehrer Düringer und Jugendwart Marco Braunschweig und verweisen auf viele Details auf der Homepage des Vereins unter „Musikverein Oerlenbach.de“. Die Ausbildung im Musikerheim läuft am Donnerstag- und Freitagnachmittag ab 13.50 bzw. 15 Uhr.

quelle: Mainpost, 24.07.2016

 

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